Rejoice e.V.


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1/2000

Presse

Tonika verzauberte die Konzertbesucher

Erneut tränenreicher Abschied

Als der lettische Mädchenchor Tonika vor einigen Monaten seine Konzertreise durch Österreich und die Schweiz plante, äußerten viele Sängerinnen den Wunsch, auf der Heimreise die Freunde des Jugendchors Rejoice in Urberach zu besuchen. Zu intensiv ist die Freundschaft zwischen beiden Chören während der letzten sieben Jahre geworden, um Deutschland ohne einen Aufenthalt in Rödermark zu durchqueren. Ähnlich dachten dann auch die Verantwortlichen des Jugendchors Rejoice und sprachen gerne die Einladung zum erneuten Besuch in Urberach aus.

An dieser Stelle der Dank an alle, die dieses erneute Treffen ermöglicht haben: Allen Gastfamilien, Sponsoren, der Pfarrei St. Gallus Urberach und allen ehrenamtlichen Helfern.

Die Verbindung über fast 1.500 km wurde in den letzten Jahren sehr intensiv mittels Besuchen, Briefen und Telefonaten gepflegt. Es war ein sehr schönes Gefühl die lieben Freunde aus Riga, die man so lange nicht mehr gesehen hatte, mit einer herzlichen Umarmung begrüßen zu können. Da spielte es auch keine Rolle mehr, daß der Bus aus Basel einige Stunden später als erwartet ankam. Nach einem Brunch im Gallusheim führte der Weg der Lettinnen zum Stadtbummel nach Darmstadt, wo man endlich einmal für einige Stunden das ewige Sitzen im Bus vergessen konnte. Der Abend klang dann im Café Kult oder auf kleinen Parties bei manchen Gasteltern langsam aus. Dies war nach 1 ½ Jahren die erste Möglichkeit, sich wieder mit den liebgewonnen Freunden zusammenzusetzen und zu plaudern. Für die jüngeren Sängerinnen von Tonika, die erstmals in Urberach waren, ergaben sich erste Kontakte.

Der Mittwoch, 5.4.2000, begann erneut mit einem Standbummel, diesmal jedoch in Frankfurt/Main. Leider konnte für diesen Tag kein Ausflug geplant werden, da für den Abend bereits das erste Konzert in Dreieich-Buchschlag auf dem Programm stand. Dieses fand in der Ev. Kirche in familiären Umfeld statt. Viele potentielle Zuhörer zog es an diesem Abend zu der parallel angesetzten Versammlung zum Ausbau des Frankfurter Flughafens in das Sprendlinger Bürgerhaus. Trotzdem gilt der Dank an dieser Stelle Bettina und Matthias Scholz, die einen großen Teil der Organisation dieses Konzertes übernommen hatten.

Am Donnerstag fuhr Tonika, wie schon bei vielen früheren Besuchern, zum Altenwohn- und -pflegeheim Haus „Morija“ nach Ober-Roden. Die Sängerinnen wollten einige Lieder ihres Konzertes zu den Bewohnern des Heimes bringen.

Der Abend stand dann auch ganz im Zeichen dieses Konzertes in der St. Gallus Kirche Urberach. Unter der Leitung von Kristine Jaunalksne bestach Tonika erneut mit musikalischer Perfektion, emotionaler Ausstrahlung und einem hohen Maß an Ausdruckskraft. Das abwechslungsreiche Programm wurde durch eine hervorragende Choreographie und durch Einsatz von Kerzen untermalt. Während einer kleinen Pause - Tonika legte seine traditionellen Trachten an - spielten Mara Vanaga und Laima Spanheimer Solostücke auf dem lettischen Volksinstrument Kokle. Nach dem der erste Teil sich überwiegend mit klassischer Literatur befaßte, sangen die Sängerinnen im zweiten Teil viele lettische Volkslieder in verschieden Arrangements. Als eine der lautstark geforderten Zugaben erklang dann auch Tonikas inoffizielle Hymne „Dziesma, ar ko tu saksies?“, die beim ersten Besuch in Urberach 1993 als solche erstmals betitelt wurde.

Bereits am nächsten Morgen traf man sich noch bei Dunkelheit im Gallusheim. Nachdem der Bus gepackt und alle Koffer verstaut waren, fand man sich noch einmal im Gallusheim zusammen. Mit herzlichen Umarmungen nahm man voneinander Abschied. Keiner wollte in diesem Moment den ersten Schritt zum Bus tun und es dauerte noch eine Weile, bis sich der Bus in Richtung Riga in Bewegung setzte.

sts


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