Rejoice e.V.


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1/2003

Presse

Text in Lautschrift über Noten

Lettischer Chor kommt seit zehn Jahren nach Urberach und singt auch in Deutsch

Urberach (ze) - "Ich finde es jedesmal schön hier in Deutschland, es ist so warm und hell", lacht die
16- jährige Maija Bergholde, die mit dem lettischen Mädchenkammerchor schon öfter in Deutschland war.
Sie ist eine derwenigen Sängerinnen, die schon lange in dem Ensemble ist, das während der nun zehn Jahre
dauernden Freundschaft zum Jugendchor "Rejoice" die Urberacher Freunde öfters besucht hat.

"Die Fluktuation im Chor ist sehr groß", meint Stephan Spanheimer von "Rejoice", der-obwohl MItbegründer dieser Freundschaft-
nur wenige der Sängerinnen kennt. "Von drei Tonika- Chören ist dieser der älteste. Die Mädchen sind zwischen 15 und 22 Jahren,
da kann keine mehr dabei sein, die 1993 zum ersten Mal hier war." Aber die Verbindungen bestehen weiter.
Während die Lettinnen bisher sechs Mal in Deutschland gastierten, immer verbunden mit Auftritten, waren Urberacher schon privat in Riga. "Wir halten Kontakt per Mail, schreiben uns oder telefonieren. Wenn jemand von uns in Lettland ist, ist die Beziehung immer wieder sehr herzlich, es gibt viele Feste und man sieht alte Freunde wieder", erzählt Spanheimer weiter.
Maija kann das nur bestätigen, als sie dem Urberacher Robert Möller erzählt, wie es ihrer Schwester und den Eltern geht.
Wie die Letten während iherer Besuche bei Möller gewohnt haben, hatte er sie in RIga besucht und schwärmt noch heute von den fröhlichen Grillfesten im Garten.


Dem kleinen Fest im Gallusheim anlässlich der zehnjährigen Freundschaft beider Chöre war ein Konzert in der
Gallus- Kirche vorausgegangen.
Unverdient wenige Zuhörer hatten den Weg gefunden. "Viele Fans von Tonika sind wohl zum Haspelessen der CDU gegangen", suchte Spanheimer bei einer Begrüßung eine Erklärung für die mangelnde Resonanz, die jedoch dem Vortrag der Sängerinnen keinen Abbruch tat.

Mit ihrem glockenhellen Gesang füllten sie das Gotteshaus, als sie mit viel Gefühl und Begeisterung sowohl geistliche als auch weltliche Literatur und Volkslieder ihrer Heimat sangen. "Habt ihr überhaupt was verstanden, als wir Deutsch gesungen haben", fragte eine Lettin nach dem Konzert scherzhaft. Den Text hatten sie in Lautschrift über die Noten geschrieben.
Als der Beifall für die Sängerinnen am Ende des über einstündigen Konzertes kein Ende finden wollte, schienen selbst die beiden Dirigentinnen Inga Cimina und Ilze Akmentina so wie der Pianist Martins Zilberts überrascht. Immer neue Zugaben zauberten sie aus ihrem vielfältigen Repertoire hervor und es wurde verständlich, dass die jungen Sängerinnen schon etliche Preise bei Chorwettbewerben gewonnen haben.
Nach diesem musikalischen Leckerbissen wird es nun auch für den Urberacher Jugendchor ernst: Unter dem Motto "Glory to God" gibt Rejoice am Ostermontag um 16.30 Uhr im Gallusheim sein traditionelles Konzert.


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